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  • Sabine Lovato

Donegal Castle

Was macht man in Irland an verregneten Tagen? Man schaut sich eine Burg, ein Schloss, ein Kloster oder eine Kathedrale an.

Wir haben uns Donegal Castle angesehen. Die Burg liegt im Zentrum der Stadt Donegal in einer Schleife des Flusses Eske.

Die überwiegend aus Kalkstein gebaute Burg besteht heute aus zwei nebeneinander liegenden und miteinander verbundenen Herrenhäusern, einem kleinen Torhaus und einer Grenzmauer, die das gesamte Gelände einfasst.

Der mächtige gälische Clanchef Red Hugh O’Donnell ließ das Turmhaus der Burg 1474 errichten, außerdem auch noch das weiter unten am Fluss liegende Kloster Donegal.

Die Burg galt als eine der schönsten gälischen Burgen in Irland.

Der untere Teil des Turmhauses diente als Vorratsraum und als Küche, darüber befand sich der Festsaal mit dem Abtritt (Toilette). Beide Stockwerke waren durch eine Wendeltreppe verbunden. Diese Treppe hatte unterschiedlich hohe Steinstufen, um Angreifer ins Stolpern zu bringen ("Stolpertreppe"). Sie war außerdem nach rechts gedreht (aufsteigend), um den rechtshändigen Verteidigern beim Schwertkampf gegenüber Angreifern mehr Raum zu geben und damit einen Vorteil zu verschaffen.

Weiter oben befand sich das "Schlafgemach" und das Arbeitszimmer des Hausherrn, darüber befand sich (unter dem Dach) der Raum für die Bediensteten.

Nachdem die Führer des Clans O’Donnell Irland 1607 verlassen hatten, erhielt der englische Hauptmann Basil Brooke 1611 die Burg und die umgebenden Ländereien von der englischen Krone. Da die O’Donnells das Turmhaus vor ihrem Abzug massiv beschädigten, damit die Burg nicht gegen gälische Clans eingesetzt werden konnte, musste die Burg zunächst repariert werden. Brooke ließ am Haupthaus (Turmhaus) Fenster und einen neuen Giebel einfügen und ein weiteres Herrenhaus anbauen.

Die Familie Brooke besaß die Burg bis etwa 1670.

Den größten Teil der letzten beiden Jahrhunderte lag die Burg in Trümmern und wurde erst nach 1990 (teilweise) wiederaufgebaut.

Dabei bekam das ältere Herrenhaus (Turmhaus) u.a.ein mit den Techniken des 17. Jahrhunderts gefertigtes neues Dach.


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